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Tapering

Ziel eines jedes Sportlers ist es infolge eines zielgerichteten Trainings seine bestmögliche Leistung im Wettkampf abrufen zu können. Hierfür ist eine Periodisierung der Saison von Vorteil, um die sportliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich aufbauen bzw. entwickeln zu können. Unter den aus dem Englischen stammenden Begriffen „Tapering“ bzw. „Tapern“ (engl. Reduktion bzw. Zuspitzung) versteht man die bewusste Reduktion der Trainingsumfänge im Vorfeld eines Wettkampf, damit sich die Form in der Regenerationsphase zuspitzen kann.

Hintergrund dieser vor allem in den Ausdauersportarten verbreiteten Maßnahme ist eine physische (körperliche) und psychische (geistige) Erholung, um mit „vollen Akkus“ wettstreiten zu können. Parallel erfolgen in dieser Phase oft eine gezielte Ernährung (z.B. kohlenhydratreich), um die Nährstoffspeicher zu füllen, und/oder regenerationsunterstützende Maßnahmen wie Massagen, Sauna usw. Die Dauer des Taperings hängt von der anstehenden Wettkampfbelastung ab, d.h. im Vorfeld eines Marathons wird sie in der Regel kürzer ausfallen als vor einem Sprint- bzw. Wurfwettkampf, da Höchstleistungen bei kurzen hochintensiven Belastungen ein erholtes neuromuskuläres System (d.h. eine hohe Frequenzierung) erfordern.

Dabei gibt es keine generellen Regeln, an die sich der Sportler halten kann oder soll. Vielmehr sind die Vorlieben beim Tapern individuell verschieden, sodass manche Sportler sogar ganz darauf verzichten, um z.B. ihr Bewegungsgefühl nicht zu verlieren. Dies ist gerade in den Disziplinen der Fall, in denen der Athlet mit einem Gerät interagiert (z.B. Stabhochsprung, Kugelstoß, Diskuswurf, Speerwurf). Andere steigen hingegen eine ganze Woche vor dem entscheidenen Wettkampf aus dem normalen Training aus, damit sie sich komplett regenerieren und fokussieren können. Üblicherweise führt jedoch ein getapertes Training im Vergleich zu einem kontinuierlich durchgeführten zu einer gewissen Steigerung der Wettkampfleistung und wird daher in der Regel vor wichtigen Wettkämpfen individuell angewendet.

Tobias Alt

 
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