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Ergebnisse 31.-2. Juli 2015, Deutsche Jugendmeisterschaften, Jena

31.-2. Juli 2015, Deutsche Jugendmeisterschaften, Jena

Die Deutschen Jugendmeisterschaften führten uns nach Thüringen. Das Hotel Kaiserin Augusta in Weimar war der Ausgangspunkt für die Mitgereisten zu ein wenig Sightseeing und für die Aktiven sowie für die Trainer unseres Vereins und der DJK Frankenberg aus dem Kreis Aachen sowie des TuS Jahn Hilfrath und des SC Myhl aus dem Kreis Heinsberg für die tägliche Fahrt zum Ernst-Abbe-Sportfeld nach Jena. Somit kam eine muntere Schar von 37 Personen aus zwei benachbarten LVN-Kreisen zusammen.

Nach der Anreise wurde das angenehme mit dem nützlichen verbunden. Der Park an der Ilm diente den Aktiven als Laufstrecke um die Beine nach der Fahrt ein wenig zu lockern. Aber für die Schönheit des Parks, in dem Goethe seine spätere Ehefrau Christiane Vulpius kennengelernt hatte und in dem das berühmte Gartenhaus Goethes steht, hatten die Athleten nur bedingt ein Auge.

Am ersten Wettkampftag mussten die vier Staffelläuferinnen der StG Regio Aachen am frühen Nachmittag auf die Bahn. Für alle vier waren es die ersten Deutschen Meisterschaften, bei denen es vor dem Wettkampf Callroom-Zeiten gibt, und darüber hinaus in einem Stadion, welches aufgrund seiner acht Rundbahnen entsprechend groß und die Tartanbahn darüber hinaus blau ist. Auch war der Weg vom Einlaufplatz zum Callroom weiter als gewöhnlich, so dass die Trainer die Zeit penibel berechnen mussten.

Alle waren guter Dinge, auch wenn eine gewisse Nervosität spürbar war. Luisa Gröls, Kathrin Rateiczak, Anna Taggenbrock und Anna Skoflek waren in Vorlauf 5 auf Bahn 5 gesetzt. Die besten Wünsche der Trainer begleiteten die Vier auf dem Weg in den Callroom. Und dann kam der Lauf. Alle gaben ihr bestes: Luisa kam wie gewohnt gut aus dem Startblock und hielt in der Kurve mit den anderen gut mit. Der Wechsel auf Kathrin klappte sehr gut und diese wiederum übergab das Staffelholz nahezu perfekt an Anna. Lediglich der Wechsel von Anna auf Anna war ein wenig aufgelaufen. Aber sei es drum: mit 50,54 sec lief die Staffel in dieser Besetzung neue Bestzeit und kam als 29. von 35 gestarteten Staffeln ins Ziel. Und die vier waren glücklich, bei einem solchen Ereignis dabei gewesen zu sein und das Staffelholz ins Ziel gebracht zu haben, was anderen Staffeln nicht gelungen war. Zu Hause sahen viele den Staffellauf per Livestream im Internet und fieberten mit.

Auch Inga Reul, die erst am Abend ihren Vorlauf über 400 m Hürden hatte, verfolgte das Rennen ihrer Trainingskolleginnen vom Hotelzimmer in Weimar aus, ehe sie sich auf den Weg nach Jena machte. Inga, die auf Platz drei der Deutschen Bestenliste über 400 m Hürden geführt wurde, hatte als Vorgabe, den Vorlauf so zu gestalten, dass der Einzug ins A-Finale gesichert war. Dies beherzigte Inga in ihrem Vorlauf auch. Als Vorlaufsiegerin qualifizierte sie sich souverän direkt für das A-Finale.

Dieses fand am Samstagabend statt. Somit war der Tag, den man zu überbrücken hatte, lang. Nach einem ausgiebigen und gemütlichen Frühstück verbrachte Inga den Vormittag ruhig u.a. gemeinsam mit Frederik Ruppert vom SC Myhl, der ebenfalls erst abends über 2.000 m Hindernis auf die Tartanbahn musste. Mittags tankte sie dann beim Italiener nochmals die nötigen Kohlenhydrate. Und nach einer kurzen Siesta ging es dann abermals zum Ernst-Abbe-Sportfeld nach Jena. Und Inga hatte einen Traum: sie wollte eine Medaille. Und das war zu schaffen, zumal sie durch ihren Start in Mannheim und durch den Vorlauf wertvolle Erfahrungen gesammelt hatte. Aber trotzdem war ihre Nervosität vor dem Finale riesig groß. "Rufe das ab, was du am besten kannst und mach dein Ding", gaben ihr die Trainer zuversichtlich mit auf den Weg und hofften, Inga würde dies von Beginn des Rennes umsetzen. Die Trainer hatten alles mögliche getan, nun lag es an Inga, sich ihren Wunsch zu erfüllen. Aber danach sah es in der ersten Phase des Rennens keineswegs aus. Inga, auf Bahn 6 laufend, ging zu verhalten an. Schon nach 100 m war die spätere Goldmedaillengewinnerin, Corinna Schwab, auf Bahn 5 zu ihr aufgelaufen und ging an ihr vorbei. Auf der Gegengerade lag Inga an Position sechs. Angetrieben von allen "Fans", die sich um die Stadionrunde verteilt hatten, legte Inga an Tempo zu. Ausgangs der zweiten Kurve an der achten Hürde hatte sie sich auf Platz 5 vorgeschoben. Unbändiger Wille stand in ihrem Gesicht geschrieben. Und es folgte ein beeindruckendes Finish der jungen Athletin. Nach der letzten Hürde lag sie auf Platz 3 und kam auf den letzten Metern der späteren Silbermedaillengewinnerin, Nele Weßel, sogar noch gefährlich nahe. Mit 60,87 sec und Bronze ging der Traum in Erfüllung. Und so ganz nebenbei verbesserte sie damit auch noch den Kreisrekord.

Schnell war die Anstrengung vergessen und Inga blickte in die nahe Zukunft. "Du kannst die Stellplatzkarte für die 200 m für morgen Vormittag abgeben. Die laufe ich jetzt auch noch," teilte sie voller Euphorie ihrer Trainerin noch vor der Siegerehrung mit. Diese genoss sie dann in vollen Zügen.

Aufgrund der 200 m um 10 Uhr morgens war die Nacht dann sehr kurz. Voller Selbstbewusstsein ging Inga trotz Müdigkeit zu Werk und die Abläufe bei einer großen Meisterschaft schienen ihr mittlerweile nichts mehr auszumachen. Mit 25,18 sec über 200 m qualifizierte sie sich hier für das B-Finale. Spätestens nach dem Vorlauf musste sie allerdings eingestehen, dass sie "das Ganze" mental bisher doch ganz schön mitgenommen hatte. Dennoch raffte sie sich auf und beendete im B-Finale ihre "Zugabe" bei dieser Meisterschaft mit 25,20 sec auf Platz 12.

Der Verein gratuliert Inga Reul zu ihrem Erfolg bei der Deutschen Jugendmeisterschaft!

 


weibliche Jugend U18
200 mInga Reul (98) 12. Platz 25,20 sec (+2,2)
   Vorlauf 25,18 sec (+1,3)
4 x 100 m(StG)
Luisa Gröls (00)
Kathrin Rateiczak (99)
Anna Taggenbrock (99)
Anna Skoflek (99)
29. Platz50,54 sec
400 m Hürden (0,762 m)Inga Reul (98) 3. Platz 60,87 secKR VR PB
   Vorlauf 62,05 sec
 

 Link zur vollständigen Ergebnisliste