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allgemeine Trainingsprinzipien

Sportliches Training ist ein langjähriger Prozess der Leistungsänderung, dem verschiedene Prinzipien zugrundeliegen sollten, um die bestmög­liche Entwicklung eines jeden Athleten ermöglichen zu können. Diese Richtlinien helfen dabei das tägliche Trainingsprogramm zu gestalten und dieses in eine langfristige Trainingsplanung einzugliedern. Im Allge­mei­nen gibt es sieben solcher Prinzipien:

  1. Prinzip des mehrjährigen Trainingsaufbaus
  2. Prinzip der Spezialisierung
  3. Prinzip des ganzjährigen Trainings
  4. Prinzip der Periodisierung
  5. Prinzip des trainingswirksamen Reizes
  6. Prinzip der ansteigenden Belastung
  7. Prinzip der Individualisierung

Der mehrjährige Trainingsaufbau in der Leichtathletik basiert auf der Einteilung in ver­schie­dene Altersklassen und den entsprechenden Diszi­plinen. Hier unterscheidet man verschiedene Trainingsabschnitte: Grund­lagen­training (Schüler), Aufbautraining (Jugend), Anschluss­training (Junioren) und Leistungstraining (Erwachsene), die jeweils andere Trainingsziele verfolgen. Gemäß dieser Unterteilung steigt mit zunehmendem Trainingsalter sowohl die Trainings- als auch die Wettkampfhäufigkeit sowie der Spezialisierungs­grad der eingesetzten Trainingsmethoden (wie z.B. Krafttraining). Das Nichteinhalten dieser Richtlinie kann die Nachhaltigkeit, d.h. eine langfristig anhaltende positive Leistungsentwicklung verhindern, d.h. wenn ein Athlet zu früh zu oft und zu häufig trainiert, raubt er sich sein Entwicklungspotenial und es kommt frühzeitig zu einer Leistungsstagnation!

Desweiteren ist ein ganzjähriges Training sinnvoll, das je nach Trainings­phase der Periodisierung entsprechende Trainingsinhalte enthalten sollte. Unter Periodisierung versteht man die Einteilung der Saison in verschiedene Zeiträume, sogenannte Zyklen oder Perioden, um zum Saisonhöhepunkt die beste Form erreichen zu können. Diese Einteilung erfolgt anhand eines Wettkampfkalenders. Grundsätzlich werden hier allgemeine und spezielle Vorbereitungsphase, Wettkampfphase und Übergangsphase unterschieden. In der Leichtathletik ist eine Zweifach­periodisierung üblich, d.h. die Aufteilung des Jahres in eine Hallen- und eine Freiluftsaison.

Innerhalb einer solchen Trainingsphase sollte die Belastung so gewählt werden, dass der jeweilige Reiz trainingswirksam ist, d.h. dass er im Organismus eine Zustandsänderung hervorruft. Diese Reize sollten im Laufe des Trainings ansteigen, um die bestmöglichen Anpassungen und damit verbunden die größte Leistungssteigerung auszulösen. Hierbei ist eine stetig zunehmende, d.h. progressive Belas­tungs­steigerung nur dann sinnvoll, wenn die dafür nötige Technik und Belastungsverträglichkeit vorhanden sind. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig das Training so stark wie möglich zu individualisieren, da jeder Athlet anders auf die unterschiedlichen Belastungsreize reagiert und verschieden lange Regenerationszeiten benötigt. Hierbei müssen individuelle Besonderheiten der Athleten unbedingt berücksichtigt werden, um Überlastungsschäden aufgrund einer zu schnellen Belastungssteigerung zu vermeiden. Nicht immer gilt das Motto: "Viel hilft viel!", sondern häufig kommt es auf die richtige Dosierung an. Um diese finden zu können, muss der Athlet seinem Trainer regelmäßig und ehrlich (!!!) über seine momentane Verfassung informieren, weil dieser nur dann das Training bestmöglich individuell anpassen kann. Daher hat auch jeder Athlet eine gewisse Eigenverantwortung für sein optimales Trainingsprogramm!

Tobias Alt

 
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