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Oberschenkelmuskulatur

Sportlichen Bewegungen liegt ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Muskeln zugrunde (intermuskuläre Koordination). Dies kann nur dann verbessert werden, wenn bekannt ist, welche Muskeln die Bewegung ausführen. Wir wissen bereits, dass es Agonisten und Antagonisten gibt. Neben den agonistischen Hauptantriebsmuskeln gibt es darüber hinaus Synergisten. Sie haben die gleiche Funktion, sind jedoch deutlich schwächer und unterstützen somit die Aktivität der Agonisten. Ist die Bewegung sowie die Lage der beteiligten Muskeln bekannt, so kann die leistungslimitierende Kontraktionsform des jeweiligen Muskels erkannt und ein entsprechendes Krafttraining der Muskelgruppe durchgeführt werden.

Da sie in allen Disziplinen der Leichtathletik eine entscheidende Rolle spielt, widmet sich unser erster anatomischer Beitrag der Oberschenkelmuskulatur. Ganz allgemein unterscheidet man zwischen Muskeln der Oberschenkelvorder- und -rückseite sowie Adduktoren und Abduktoren. Der Einfachheit halber konzentrieren wir uns auf die Muskeln, die in der Leichtathletik von besonderer Relevanz sind.

Hauptantriebsmuskeln der Oberschenkelvorder- und -rückseite (modifiziert nach Gray's Anatomy of the Human Body, 1918).

Zusammen mit der vorderen und hinteren Hüftmuskulatur und der Muskulatur des Unterschenkels bewegen diese Muskeln unser Hüft- und Kniegelenk. Dieses Zusammenspiel ermöglicht den Sportlern gut zu starten und anschließend schnell sprinten zu können oder die Kugel beim Angleiten maximal zu beschleunigen.

Der M. quadriceps femoris mit seinen vier Anteilen ist der kräftigste Oberschenkelmuskel, da er den größten physiologischen Querschnitt aufweist. Seine Hauptfunktion ist die Kniestreckung. Gemeinsam mit dem M. sartorius, dem längsten Muskel des menschlichen Körpers, und dem M. tensor fasciae latae wirkt der M. rectus femoris an der Hüftbeugung mit.
Ihnen steht auf der Oberschenkelrückseite die Ischiokruralmuskulatur (Englisch: hamstrings) mit dem M. biceps femoris gegenüber, der zusammen mit dem M. semitendinosus und dem M. semimembranosus die Kniebeugung ausführt. Der M. tensor fasciae latae ist bei dieser Bewegung synergistisch aktiv. M. semitendinosus und dem M. semimembranosus sind in Zusammenarbeit mit dem langer Anteil des M. biceps femoris (Caput longum) zusätzlich an der Hüftstreckung beteiligt.

Tobias Alt

 
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