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Koordination

Unter Koordination versteht man ganz allgemein das Zusammenspiel zwischen Zentralem Nervensystem (ZNS) und Skelettmuskulatur. Desweiteren wird zwischen intra- (innerhalb des Muskels) und intermuskulärer (zwischen Muskeln) Koordination unterschieden. In sportartspezifischer Hinsicht verbirgt sich hinter dem Begriff Koordination die Technik verschiedener Bewegungsabläufe. Der Einfachheit halber wird in diesem Beitrag der Sinn und Unsinn der Laufschule bzw. Sprintkoordination erörtert, die sich normalerweise dem Aufwärmen und Dehnen anschließt.

Segen: Mithilfe verschiedener Übungen soll die Ausführung von Bewegungsabläufen durch die Lösung verschiedener Bewegungsaufgaben erlernt werden. Hierbei steht die variable Anwendung verschiedener technischer Elemente, die die Zielübung enthält, im Vordergrund. Hierdurch verbessert sich die intra- und intermuskuläre Koordination der beteiligten Muskeln (Agonisten und Antagonisten sowie Synergisten), was sich in einer erhöhten Bewegungsökonomie und -qualität niederschlägt, d.h. die Bewegung kann mit gleichem Krafteinsatz schneller und technisch sauberer ausgeführt werden. Darüber hinaus dienen diese Übungen der bewussteren Ansteuerung und fördern somit den kognitiven (geistigen) Lernprozess, indem sie den individuellen Bewegungsschatz vergrößern. Dieser hilft dabei neue Bewegungsaufgaben schneller lösen und Korrekturen einfacher umsetzen zu können. Das ultimative Ziel eines jeden Koordinationstraining ist die Automatisierung der Bewegung, d.h. eine technisch einwandfreie Ausführung der Zielbewegung, ohne darüber nachdenken zu müssen. Bis dieser Status erreicht wird, muss jede Einzelübung ca. 10.000 Mal richtig wiederholt werden.

Fluch: Bei einer technisch unsauberen Ausführung und/oder einer fehlenden Variation der koordinativen Übungen kann es zu einer Einschleifung von ungewollten Bewegungsmustern und zur Entstehung eines sogenannten motorischen Stereotyps kommen. Darunter versteht man die ungewollte Automatisierung einer fehlerhaften Bewegung, deren Mängel nicht mehr bzw. nur sehr schwer zu beheben sind, weil sie bereits verinnerlicht wurden. Dieser Fall kann dann auftreten, wenn z.B. die Übungen ohne Aufsicht und damit ohne Korrektur durch einen (kompetenten) Trainer durchgeführt werden.

Fazit: Koordinative Übungen wie sie in der Laufschule durchgeführt werden, sind zweifelsohne ein SEGEN für jeden Sportler, weil sie die Bewegungsausführung verbessern sowie den Bewegungsschatz der Athleten vergrößern können. Voraussetzung hierfür ist eine fachgerechte Anleitung und Rückmeldung durch einen Übungsleiter, da es sonst zu einer ungewollten Einschleifung falscher Bewegungsmuster kommen kann.

Tobias Alt

 
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